So fing alles an...

 

Alles begann 1965. Damals fünfjährig verfütterte ich immer fleißig die Wurst aus dem Kühlschrank an "meine" so heiß geliebten Iby aus der Nachbarschaft. Gern lief ich mit ihr an der Hundeleine spazieren. Und dann war da noch die Bernhardinerhündin Feli von unserem Tierarzt. Sie bekam in meiner Schulzeit regelmäßig mein Pausenbrot.

Und schließlich war da noch ein sehr imposanter Rüde, namens Bandi, ein richtiger Langhaarcollie, wie Lassie, direkt bei uns in der Nachbarschaft.

Ich verliebte mich total in diese Rasse, schon wegen der damaligen Fernsehserie "Lassie", mit der ich aufgewachsen bin und weil sie so eine imposante Schönheit und Eleganz ausstrahlt.

Meine Eltern hatten 1974 nur eine kleine Wohnung, so dass ich einen reinrassigen Schäferhundwelpen nach kurzer Zeit wieder in die Obhut seines Züchters bringen mußte.

Es waren unendlich viele Tränen, die ich um den kleinen "Satan" vergoß.

Trotzdem gab ich den Wunsch nach einem Hund nie auf. So zog 1977 eine kleine Mischlingshündin, die ich für 5 DM von einem Bauern abkaufte, bei uns ein. Ich taufte sie "Hexe" und mein Opa nahm sie jeden Tag mit in den Garten, wo sie nach Lust und Laune toben konnte. Leider verstarb sie im Alter von 10 Jahren an einem Tumor.

Der kleine Pekinese meiner Mutter war zwischenzeitlich bei ihr eingezogen und "Schnuffy" tröstete mich in meiner Teenagerzeit über manchen Liebeskummer hinweg. Er war ein lustiger kleiner Geselle, doch mit Gassi gehen stand er auf Kriegsfuß. Es sei denn, man hat

ihn Gassi getragen. Schnuffy wurde auf Grund einer Vergiftung nur 10 Jahre alt und verstarb 1984. Es brach mir fast das Herz ihn leiden zu sehen. Ich schrieb ihm ein Abschiedsgedicht, das bis heute, eingerahmt bei meinen Eltern, seinen Platz hat.

2001 war ich längst verheiratet und hatte 3 Kinder. Unsere Tochter war damals 4 1/2 Jahre alt. Wenn ich einmal ein eigenes Haus habe, dann möchte ich wieder einen Hund.

Gesagt, getan." Herrchen gesucht", die Sendung verhalf uns zu unserem Glück. Das Tierheim Rüsselsheim wurde aufgesucht und da war sie, unsere "Lady". Unsere kleine Mischlingshündin aus Griechenland wohnte fortan bei uns und wir hatten sie sofort ins Herz geschlossen. Überall hin begleitete uns die treue kleine Maus. Sie war unser Ein und Alles.

Ein tragischer Unfall im April 2008 beendete ihr Leben, aber niemals unsere Freundschaft!

Bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Fangen spielen, wurde ihr ein Eichhörnchen zum Verhängnis.

Niemals mehr wollte ich einen Hund und ließ mich trotz großer Trauer dazu überreden, wieder einem kleinen Hund aus dem Tierschutz eine Chance zu geben. Bereits im Mai nahmen wir die kleine spanische Mischlingshündin "Cindy" zu uns und bewahrten sie vor der Tötung! Cindy gehört unserer Tochter, die mit ihr erfolgreich die Grundreglen der Hundeschule geübt und gefestigt hat.

Ich dachte damals, hier läuft doch was verkehrt. Warum schon wieder ein Mischling, wo ich doch immer einen Collie wollte?! Und so machte ich mich auf die Suche und wurde im Juli 2008 fündig. Warum nicht zwei Hunde dachte ich, Platz haben wir und Zeit habe ich auch. Meinen Mann mußte ich von diesem Vorhaben noch überzeugen. Als wir im August 2008 unsere Gill zum ersten Mal bei unserer Züchterin besuchten, war es um uns

geschehen.

Im September 2008 holten wir unsere süße Gill zu uns und ich war der glücklichste Mensch auf der Welt, mein

erstes kleines Colliemädchen in den Armen zu halten.

Schon bald erwachte in mir der Gedanke, dass Gill nicht das einzige Colliemädchen bleiben sollte. Unsere

Züchterin hatte erneut Welpen und so kam 9 Monate später unsere Jenna zu uns.

Seit Januar 2011 versüßt uns nun auch Nelson unser Leben. Endlich ist nun der ersehnte "Mann" im Haus.

Nelson war schon immer der Lieblingshund unseres Sohnes Bastian. Seit 2014 hat er nun mit

Freundin und Lebensgefährtin Berit eine eigene Wohnung, nur wenige Kilometer von uns entfernt.

Nelson lebt bei Ihnen und ist ebenso oft bei uns, um "seinen" Mädels seine Aufwartung zu machen.

Als Zucht- und Deckrüde steht Nelson jedoch weiterhin zur Verfügung.

Unsere Hunde sind wie wir, vollwertige Familienmitglieder und leben bei uns im Haus. Zwingerhaltung lehnen

wir grundsätzlich ab.

Ein Garten, so wie Nutzgartenfläche am Haus, weite Felder und Wiesen direkt in unserer Nähe, bieten unseren

Hunden täglich genügend Auslauf zum Spielen, Toben und Relaxen.

Der Collie ist ein Haus-und Familienhund,wie man ihn sich wünscht. Nicht umsonst zählt er zu den treuesten und

intelligentesten Hunden und verkörpert eine Schönheit und Eleganz, die jedem Liebhaber den Atem raubt.

Mittlerweile züchten wir seit dem Jahr 2010 selbst Collies und unser Rudel ist auf  6 Collies angewachsen.

Wir haben schon erfolgreich Welpen ins In- und Ausland vermittelt und besuchen mit unseren Collies

gerne Nat. und Int. Ausstellungen. Viele liebe Kontakte zu anderen Züchtern haben wir dazu gewonnen.

Wir hoffen, noch einige Jahre, diese wundervolle Rasse züchten zu können.

Niemals werden wir ohne Collies sein, getreu dem Motto:

"Ein Leben ohne Hund ist möglich - aber es lohnt sich nicht"!

(Heinz Rühmann)